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Vorschau / Abstracts 2018

Referenten

Dr. Bärbel Alt, Berlin: Kopfgelenksmanipulation unter Kompression, W7

 

Vorgestellt wird ein neueres Konzept zur Manipulation im Kopfgelenksbereich mit Schwerpunkt der Erwachsenenbehandlung. Der Workshop ist für Therapeuten gedacht, die eine manualmedizinische und/oder osteopathische Ausbildung durchlaufen haben.

 

Inhaltsvorschau Referent:

Die Manipulation unter Kompression hat sich in den letzten 20 Jahren in Deutschland etabliert. Sie eignet sich besonders für die Kopfgelenke, speziell bei Säuglingen und Kindern. Im Workshop werden diese Manipulationen demonstriert und geübt. Indikationen und Kontraindikationen werden genannt. Diskutiert wird auch die Abgrenzung zu osteopathischen Behandlungsverfahren, die mit Kompression erfolgen.


  • Fachärztin für Physikalische u. Rehabilitationsmedizin
  • Brüggertherapeutin mit eigener Praxis in Berlin
  • Dozentin DGMM / ÄMM

Michael Ammermann, Düsseldorf: Mono- und multizentrische doppelblinde RCT zur Behandlung von KiSS Kindern

 

Die kontrollierte Studie zur manualmedizinischen Einmalbehandlung von Haltungs- und Bewegungsasymmetrien bei Säuglingen im Alter von 14-24 Wochen begleitet unseren Kongress seit 2 Jahren. Wir gehen derzeit davon aus, dass im März 2018 die Studie abgeschlossen sein wird und wir unsere Abschlussergebnisse präsentieren können.


  • Facharzt für Orthopädie/Unfallchirurgie
  • Manuelle Medizin
  • Privatarztpraxis in Düsseldorf
  • Praxisschwerpunkte: Kinderorthopädie
  • Manuelle Medizin, Kniegelenkchirurgie

Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll, München: Bindung, Stressregulation und Gehirnentwicklung bei Säuglingen

 

Stress macht krank – gilt das auch für Säuglinge? Die Bedeutung der frühen Bindungsentwicklung bei Säuglingen war Thema eines früheren Kongressbeitrags. Doch welche Auswirkungen hat Stress und vermehrtes Schreien auf die frühe Gehirnentwicklung? Ergeben sich evtl. langfristige Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Kinder? Leidet das Bindungsverhalten oder selbst die sensomotorische oder emotionale Entwicklung? Welche Strategien zur Stressvermeidung und -bewältigung kennt die moderne Verhaltensforschung?

Der Vortrag bietet neue Antworten auf altbekannte Fragen und dient als Diskussionsgrundlage für die nachfolgende Fragestellung: Krankengymnastik – wie viel darf ein Säugling schreien?

 

Inhaltsvorschau Referent:

Die Bindungsforschung zeigt, dass die Erfahrung von elterlicher Feinfühligkeit im ersten Lebensjahr zum Aufbau sicherer Bindungsbeziehungen führt. Sichere Bindungsbeziehungen ermöglichen es Kindern, ihre Bindungsperson insbesondere bei emotionalem Stress zu nutzen, um sich wieder zu beruhigen. Durch die kontinuierliche Erfahrung feinfühliger, externer Emotionsregulation, gelingt es dem Kind immer besser die eigene Erregung situationsangemessen zu regulieren und sich bei Überforderung aktiv Hilfe zu holen.  Diese frühen Interaktionserfahrungen mit den primären Bindungsfiguren wirken sich auf das noch unreife Gehirn des Säuglings aus. Dabei schützen feinfühliger Trost und liebevoller Körperkontakt das kindliche Gehirn vor der Überflutung mit Stresshormonen, die den Aufbau der Gehirnstrukturen nachhaltig beeinträchtigen können. Erfahrung elterlicher Feinfühligkeit und der Aufbau sicherer Bindungen führen zu weiterem Kompetenzaufbau im sozial-emotionalen und kommunikativen Bereich, der über den gesamten Lebenslauf mit einer günstigeren Entwicklung einhergeht. Verhalten sich Bindungspersonen gegenüber ihrem Säugling im ersten Lebensjahr regelmäßig unfeinfühlig, indem sie bei ihrem Kind Schmerz und Angst auslösen, kommt das Kind in eine ausweglose Situation. Durch Schmerz und Angst wird sein Bindungsverhaltenssystem hochgradig erregt und kann nur durch die Bindungsperson beruhigt werden, die aber Gleichzeitig die Quelle der Angst ist. Solche Erfahrungen führen zu einer desorganisierten Bindung, die mit vielen Entwicklungsschwierigkeiten einhergehen kann.

 

  • Diplom-Psychologin
  • Direktorin des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München
  • Forschungsschwerpunkte: Bindungs- und Explorationsentwicklung in den ersten Lebensjahren, Bildung und Beziehungsqualität, Qualität frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung

Dr. Wibke Bein-Wierzbinski, Hamburg: Kieferdysfunktion bei Kindern mit KiSS und KiDD – Ursache einer entstehenden CMD?

 

Sind die Auffälligkeiten, die wir bei unseren KiSS-/KiDD-Kindern im Zusammenhang mit dem Kau-Kieferapparat sehen, schon Hinweise auf eine frühe CMD? Welche Hinweise oder Verdachtsmomente finden wir? Ist eine frühe Intervention sinnvoll und wenn ja, ab wann? Was sagt die Wissenschaft und wie sieht es im praktischen Alltag aus?

 

Inhaltsvorschau Referent:

Neuere Forschungsarbeiten, in denen die Haltung bei Heranwachsenden in Verbindung mit der Entstehung einer CMD untersucht wurde,  lassen keine eindeutige Aussage bezüglich anatomischer Faktoren (skelettal und okklusal) und der Entstehung einer CMD zu. Dazu unterscheiden sich die Untersuchungskriterien zu stark. Lediglich die nach vorn gerichtete Halswirbelsäule korreliert mit einer CMD-Problematik. Jedoch lassen sich bei  jungen Patienten mit myogen verursachten CMD-Beschwerden gleichzeitig eine deutlich erhöhte Aktivität der oberflächlichen Halsmuskulatur, eine Überaktivität des Sternocleidomastoideus  bei verringerter Aktivität der tief sitzenden Halsmuskulatur finden im Vergleich zu Kindern ohne CMD-Beschwerden.


  • Erziehungswissenschaftlerin
  • Begründerin der Entwicklungs- und Lerntherapeutin nach PäPKi®
  • Instrukteurin im Interdisziplinären Arbeitskreis Bewegungsstörungen IAB
  • Beiratsmitglied im CMD Dachverband e.V.
  • Pädagogische Praxis für Kindesentwicklung – PäPKi® in Hamburg

Dr. Hans Peter Bischoff, Isny im Allgäu: Diagnostik und Therapie von SIG-Blockierungen, W4

 

Die Behandlung von SIG-Blockierungen unterscheidet sich – je nach Schule – in ihren Techniken und in ihrer Philosophie. In der Praxis gilt die Therapie von derartigen Funktionsstörungen als eine Herausforderung für den Therapeuten. Ein Blick über den Tellerrand der eigenen Schule und eine Inspiration für eine andere Herangehensweise, wir können viel voneinander lernen. Ein Workshop für manualmedizinisch geschulte Kolleginnen und Kollegen.

 

Inhaltsvorschau Referent:

Das SIG (Sakroiliakal-Gelenk) reagiert trotz seiner geringen Bewegungsausmaße auf hypomobile und hypermobile Störungen mit der Entstehung lokaler oder vor allem pseudoradikulärer Schmerzsyndrome. Es ist oft auch ursächlich oder sekundär an Verkettungssyndromen beteiligt,
Das sicherste Zeichen einer solchen Funktionsstörung ist das Vorliegen des in der Glutaealmuskulatur ( im Bereich des medialen Triggerpunktes des M. glutaeus medius ) zu findenden Irritationspunktes. Dieser gibt im Rahmen der vom Autor als erstem in die manuelle Medizin eingeführten Drei-Schritt-Diagnostik auch die Blockierungsrichtung an.
Therapeutisch kommen sowohl „gezielte“ als auch „ungezielte“ Mobilisations- und Manipulationstechniken zum Einsatz. Dabei bewähren sich von den „gezielten“ Techniken besonders die gleichzeitig an beiden Gelenkpartnern angreifenden Techniken.
Bei hypermobilen Störungen am SIG hat sich die Prolotherapie bewährt.
Die wesentlichen diagnostischen und therapeutischen Techniken werden demonstriert und ggf. geübt.


  • Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie
  • Kursleiter für Manuelle Medizin/Chirotherapie in Isny-Neutrauchburg
  • Leiter der Studentenkurse für Manuelle Medizin an der LMU München
  • Langjähriger Vorsitzender und Ausbildungsleiter des Dr.-Karl-Sell-Ärzteseminars
  • Ehrenmitglied BVOU, DGMM, MWE und ÖAMM

Jan Dominiczak, Maulbronn: Blickdiagnostik des okulomotorischen Systems

 

Beobachten und diagnostizieren! Kann man Störungen des Blick- und Sehapparates an der Körperhaltung oder am Verhalten erkennen oder eingrenzen. Hier finden sich interessante Aspekte nicht nur beim jungen, heranwachsenden Menschen, sondern auch im Erwachsenen- und Greisenalter. Blickdiagnostik zur Diagnostik des Blickes. Sie werden sehen…


  • Seit mehr als 30 Jahren Lehrer an Grund-, Haupt- u. Realschulen
  • Recherchiert und untersucht die komplexen Zusammenhänge der Winkelfehlsichtigkeit bei Kindern

Jan Dominiczak, Maulbronn: Schulschwierigkeiten im Alltag: Klippen und Fallstricke, W12

 

Das Lesen fällt schwer, Zeilen werden beim Schreiben nicht eingehalten, Buchstaben vertauscht, Diktate sind nur dann einigermaßen von Erfolg gekrönt, wenn man sie nicht mitzuschreiben brauchte! „Dabei strenge ich mich doch immer an. Aber die Buchstaben und Zahlen tanzen so komisch, ich kann sie gar nicht einfangen. Und zuhause krieg` ich von Mutti wieder Schimpfe, weil die Hausaufgaben wieder so lange dauern…!“ So oder so ähnlich hören sich die Kinder an oder wir haben sie selbst zuhause. Ein Lehrer berichtet aus seinem langjährigen Erfahrungsschatz, zeigt Fallbeispiele und erzählt von dem Moment, von dem an er die Kinder begann anders anzuschauen und zu verstehen. Aus Schriftproben und Mathematikheften lassen sich häufig schon Hinweise auf bestimmte Störungen ableiten. Humorvoll und gespickt mit Tipps und Tricks für den Alltag.


  • Seit mehr als 30 Jahren Lehrer an Grund-, Haupt- u. Realschulen
  • Recherchiert und untersucht die komplexen Zusammenhänge der Winkelfehlsichtigkeit bei Kindern

Prof. Dr. Michael Frosch, Datteln: Frühkindliche Schmerzverarbeitung und Regulation

 

Von der Schmerzempfindung und ihrer Verarbeitung wissen wir vom erwachsenen Menschen einiges. Wie verarbeiten aber unsere Kleinsten Schmerzen? Ab wann ist ein funktionierendes Schmerzsystem etabliert und wie funktioniert es? Was passiert unter der Geburt? Wie wirken sich beispielsweise eine schwierige Geburt oder ein Kaiserschnitt auf das junge Verarbeitungssystem aus? Können sich Schmerzen bereits im frühen Lebensalter chronifizieren? Wenn ja, kann man es erkennen? Welche Therapieansätze gibt es?

 

  • Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
  • Oberarzt am Deutschen Kinderschmerzzentrum und Kinderpalliativzentrum, Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln
  • Forschungsschwerpunkte: Angeborene Immunität bei chronisch entzündlichen Erkrankungen, Evaluation klinischer Fragestellungen chronischer Schmerzen im Kindes- und Jugendalter

Tania Hayn, Karola Schwarz-Dennier, Berlin: Ein manualmedizinisches, sensomotorisches Konzept in der Klumpfußtherapie

 

 

Die Klumpfußtherapie unterliegt seit Jahrzehnten einem ständigen Wandel. Geprägt durch individuelle Erfahrungen der Therapeuten ergeben sich modifizierte Herangehensweisen und komplexe Therapieformen. Die sehr erfahrene Kollegin stellt ihr Konzept zur interdisziplinären Therapie des Klumpfußes vor und gibt einen Überblick über ihre Ergebnisse.

 

Inhaltsvorschau Referent:

In unserer Berliner Arbeitsgruppe werden seit 2012 Klumpfüße in einer Kombination beider Therapiemethoden, wobei der Schwerpunkt auf die Methode nach Bonnet-Dimeglio liegt, behandelt. Hierbei werden die Füße schon nach Geburt beginnend, mit speziellen manuellen Techniken nach Bonnet-Dimeglio mobilisiert/redressiert, zunächst gegipst, um dann im Verlauf auf die spezielle Tape-und Gipstechnik zu wechseln. Es wird komplett auf die klassische Schienenbehandlung der Ponseti-Methode, wobei beide Füße auf einer Schiene in Schuhen fixiert sind, verzichtet. Zur Rezidivprophylaxe werden spezielle Unterschenkelorthesen angefertigt. Dargestellt wird die Arbeit unseres Teams/Netzwerks, das die intensive Zusammenarbeit aus Arzt, Physiotherapeut und Orthopädietechniker beinhaltet. Die Behandlung fokussiert sich nicht nur auf die Korrektur der Fußfehlstellung sondern insbesondere auch auf die sensomotorische Entwicklung des Kindes insgesamt.

Die Behandlung nach Bonnet-Dimeglio zeigt in unserem Patientengut eine vergleichbare, wenn nicht sogar bessere Korrektur der Fußfehlstellung des Klumpfußes gegenüber Ponseti. Zudem besteht die deutlich reduziertere Indikation zur Tenotomie der Achillessehne, die aus einer verbesserten Korrektur des Rückfußes dieser Methode insgesamt resultiert.


Tania Hayn

  • Fachärztin für Kinderorthopädie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Chirotherapie
  • OÄ in der Abteilung für Kinderorthopädie und Traumatologie im Helios Klinikum Emil v. Behring in Berlin und
  • Praxis für Kinderorthopädie und ganzheitliche Orthopädie Berlin, Kurfürstendamm 69, 10707 Berlin
  • Schwerpunkt Fußfehlstellungen und Hüftdysplasie bei Säuglingen und Kleinkindern

 

Karola Schwarz-Dennier

  • Physiotherapeutin, Senior Bobath Lehrtherapeutin
  • Sensorische Integration ( SI ), Therapie Bonnet –Dimeglio, Craniosacrale Ostheopathie
  • Versorgung mit sensomotorischen Einlagen, Orthesensystemen und Hilfsmitteln
  • Schwerpunkte: Entwicklungsförderung von Frühgeborenen, Säuglingen und Kindern, Fussfehlstellungen
  • Praxis für Physiotherapie, Canovastr. 2, 12157 Berlin

Dr. Fritz Jansen, Neuried: Die Vojta-Therapie und das Schreien - eine Gesamtbetrachtung aus psychologischer Sicht

 

Was passiert, wenn krankengymnastische Übungen unter heftiger Abwehr und unter Schreiattacken „durchgezogen“ werden? Hier kommt nun der Psychologe zu Wort. Bindungsstress per ärztlicher Verordnung? In welchem Zeitrahmen entscheidet sich Erfolg oder Nicht-Erfolg von Therapie? Was ist akzeptabel oder wie weit darf man gehen? Was passiert mit Mutter und Kind oder sind Bindungsproblematiken vorprogrammiert?

 

Inhaltsvorschau Referent:

Das Schreien in der Vojta-Therapie kann eine enorme Belastung für die Eltern und damit auch für die Therapeutinnen darstellen. Es soll in diesem Vortrag gezeigt werden, dass das normale Schreien in der Vojta-Therapie  kein Schmerzschreien ist. Darüber hinaus wird deutlich, dass bei einem günstigen Vorgehen in der Therapie häufig kein Schreien notwendig ist. Es wird herausgearbeitet dass die Problematik „Vojta-Therapie  und Schreien“ vor allem in einer massiven unbewussten Fehlsteuerung des Kindes durch seine Eltern zu sehen ist, wenn diese durch das Schreien ihres Kindes emotional belastet sind.


  • Lehrtherapeut für Verhaltenstherapie
  • Entwickler des IntraActPlus-Konzeptes Jansen und Streit
  • Psychologischer Psychotherapeut

Dr. Fritz Jansen, Neuried: Das schwierige Patientengespräch, W9

 

Schwierige Patientengespräche gehören zum Praxisalltag. Egal ob es sich um schwierige Patienten bzw. Eltern handelt oder wichtige vielleicht wenig angenehme Symptom- bzw. Konfliktkonstellationen behandelt. Doch wie sollte sich der Therapeut auf ein solches Gespräch vorbereiten? Was, wenn eine Beratung unplanmäßige Wendungen nimmt oder unvorbereitet gemeistert werden muss? Das Seminar gibt Hilfestellung und ist ein erster Schritt zur Vorbereitung.


  • Lehrtherapeut für Verhaltenstherapie
  • Entwickler des IntraActPlus-Konzeptes Jansen und Streit
  • Psychologischer Psychotherapeut

Dr. Uwe Kalinka, Potsdam: Kopfgelenksmanipulation beim älteren Menschen, W10

 

In der täglichen Praxis schildern unsere Patienten mit zunehmendem Alter immer häufiger Beschwerden der Halswirbelsäule mit verschiedenen assoziierten Begleitsymptomen. Deren Ursache projiziert sich nach gründlicher Anamnese und eingehender Untersuchung oft in die Kopfgelenkregion.

Wie gelangt man im Praxisalltag möglichst effizient und sicher zu einem therapeutischen Ansatz und setzt ihn entsprechend praktisch mobilisierend und/oder manipulierend um? Die technische Ausführung sowohl der Diagnostik als dann auch der Behandlung mit unseren Sinnen und Händen, ggf. nach vorgeschalteter bildgebender Diagnostik, soll dem Patienten jeden Alters gerecht werden. Die therapeutische Intervention am kraniozervikalen Übergang mit dem Ziel der Funktionsverbesserung am Beispiel der Manipulation wird erörtert und geübt. Der Workshop richtet sich an Kolleginnen und Kollegen mit Vorkenntnissen in Manueller Medizin.


  • Facharzt für Allgemeinmedizin
  • Manuelle Medizin, Sportmedizin, Diplom Ärztliche Osteopathie
  • Dozent für Manuelle Medizin (ÄMM)
  • Hausartzpraxis in Potsdam

Dr. Sonja Kiwitz-Benthaus, Geldern: Fehlhaltung und Retainer

 

Kieferorthopädie und Manualmedizin haben sich in den letzten Jahren mehr und mehr angenähert. Ein guter Biss und eine gute Haltung gehören zusammen. Allerdings lässt sich in der klinischen Sprechstunde auch feststellen, dass unter kieferorthopädischer Behandlung teilweise skoliotische Fehlhaltungen entstehen oder sich verstärken. Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang sogenannte „Retainer“, die als Abschluss einer kieferorthopädischen Behandlung im Sinne einer „Sicherung“ versuchen, das kosmetische Ergebnis zu stabilisieren. Welche Zusammenhänge existieren und wie sollte die Zusammenarbeit aussehen? Welche Interventionsmöglichkeiten gibt es?


Prof. Dr. Stefan Kopp, Frankfurt am Main: Kieferorthopädie und CMD: Craniomandibuläre Muskuloskeletale Medizin beim Klein- und Schulkind

 

Welche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten eröffnet uns die Medizin, um früh CMD-Karrieren zu verhindern? Wie sieht es mit der übergreifenden Zusammenarbeit aus? Wer sollte mit ins Boot? Gibt es unterschiedliche Sichtweisen und Ansätze zwischen Milchflasche, Zahnfee und Kieferorthopädie? Komplexe Fragen zu einem schwierigen Thema, welches weiter vertieft gehört. Beißen wir uns durch!


Steffi Kraushaar-Wispel, Erfurt: Krankengymnastik beim Kleinkind - Sinn oder Unsinn? Indikationen aus physiotherapeutischer Sicht

 

Während sich die Krankengymnastik bei Säuglingen durch weitgehend klare Indikationen und Anleitung der Eltern zu täglichen Hausübungen definieren, erscheint die Krankengymnastik bei Kleinkindern infolge von Compliance-Problemen schwieriger durchführbar. Auch hier ergibt sich eine Gratwanderung zwischen beabsichtigtem Therapieerfolg und negativen Auswirkungen auf die Interaktion. Wann und mit welchen Erfolgsaussichten ist eine physiotherapeutische Begleitung bei Kleinkindern indiziert und sind entsprechende Konzepte umsetzbar? Wie viel Sinn macht die Behandlung?


  • Physiotherapeutin
  • Bobath- und Vojta-Therapeutin (Kinder und Erwachsene)
  • PNF-Therapeutin (Kinder und Erwachsene)
  • Therapeutin der Manuelle Therapie (Kinder und Erwachsene)
  • Therapeutin der Osteopathie (Kinder und Erwachsene)
  • Therapeutin nach Zukunft-Huber (Kinder)
  • Praxisinhaberin

Dr. Hans Dieter Matthiessen, Münster: Die Säuglingshüfte - Grundlagen der Entwicklung und ihre Konsequenzen für die Diagnostik und Therapie

 

Die Überwachung der Hüftentwicklung bei Neugeborenen und jungen Säuglingen gehört zu den Routineuntersuchungen im kinderärztlichen und orthopädischen Alltag. Dennoch scheinen verschiedene Grundprinzipien der Hüftentwicklung sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die Diagnostik und Therapie nicht immer beachtet zu werden. Der auch in der Qualitätssicherung tätige Referent analysiert Fallstricke und präsentiert Algorithmen für die Diagnostik und Therapie.


  • Facharzt für Orthopädie, Rheumatologie
  • Kinderorthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin
  • Konsiliararzt am St. Johannes-Hospital Dortmund
  • Kinderorthopädische Praxis in Coesfeld
  • DEGUM Seminarleiter,  Ultraschallkurse Säuglingshüfte
  • Qualitätssicherung Fachgruppe Säuglingshüfte der KBV

Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Gießen: Bildungsinvestitionen zwischen Sparen und Rendite

 

Die öffentlichen Haushalte sind chronisch klamm, die Kassen leer und Sparen ist das allerhöchste Gebot. In Zeiten wie diesen soll man noch in Bildung investieren? Was bedeutet das, wenn man langfristig denkt? Können Investitionen in humanes Kapital Rendite abwerfen? Der Spagat zwischen Arbeitslosigkeit, Hartz-IV, Ausbildungsplatz, Schulabschluss und Ertrag und Rendite!! Ein spannender Bereich, der die Gesellschaft von morgen schon heute betrifft. Ökonomie anschaulich und überraschend erklärt.


  • Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Verbrauchsforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Leitung des Kompetenzzentrums zur Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen
  • Mitglied der Sachverständigenkommission zur Erstellung des Zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung und der Enquete-Kommission „Zukunft der Familienpolitik in NRW“ der Landesregierung von NRW
  • Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Familien-, Haushalts- und Geschlechtersoziologie, Nachhaltiges Haushalten, Armuts- und Zeitforschung, Kosten-Nutzen-Analysen

Dr. Dirk Polonius, Prien: CMD: Achtung schiefe Kinder?! - Manualtherapeutische Diagnostik und Therapieunterstützung für ZHK und KFO

 

Funktionelle Störungen des Bewegungssystems haben nicht nur Auswirkungen auf die Haltung, Bewegung und Koordination. Sie beeinflussen auch die Entwicklung des stomatognathen Systems. Umgekehrt stellen Dysfunktionen im Kau-Kiefer-System nicht selten auch Therapiehindernisse für die Sprach-, Haltungs- und Bewegungsentwicklung dar. Der interdisziplinären Diagnostik und Therapie kommt somit eine besondere Bedeutung zu. Wie herangehen, wie zusammenarbeiten, was beachten …

 

Inhaltsvorschau Referent:

Vorsicht schiefe Kinder!  Hier spielt vor allem das Kiefergelenk und die Zeit während einer kieferorthopädischen Behandlung eine wesentliche Rolle. Dr. Polonius wird ein bewährtes manualtherapeutisches und osteopatisches Testsystem vorstellen mit dem man eine CMD erkennen kann und zeigen wie man auf- und absteigende Ketten aufdecken kann.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit spielt hier die wesentliche Rolle um am Ende einen geraden gesunden Erwachsenen zu bekommen.


  • Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin
  • Naturheilverfahren, Chirotherapie, Akupunktur
  • Spezialgebiete: Applied Kinesiology, Homöopathie, orthomolekulare Medizin
  • Privatpraxis im Prienamed-Ärztehaus Prien und München
  • Dozent für Chirotherapie / Manuelle Medizin bei der Deutschen Gesellschaft für muskuloskeletale Medizin (DGMSM)
  • 1. Vorsitzender des Landesverbandes Bayern der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM)

Dr. Beate Rothermel, Dr. Stefan Wilke, Berlin: Diagnostik und konservative Therapiemöglichkeiten der idiopathischen Skoliose im Kindes- und Jugendalter

 

 

Die Diagnostik und Therapie der idiopathischen Skoliose unterliegt einem ständigen Wandel. Wann ist wie zu behandeln? Welche Bedeutung hat der Einsatz manualmedizinischer Techniken und gibt es Konzepte zur Prophylaxe? Geprägt durch eigene Erfahrungen gibt der Referent einen Überblick über sein interdisziplinäres Herangehen und stellt seine Ergebnisse zur Diskussion.

 

Inhaltsvorschau Referenten:

Im Rahmen des Dialog-Vortrags soll ein kurzer Überblick über die idiopathische Skoliose im Kindes- und Jugendalter  in Bezug auf Diagnostik, Progredienzgefahr in den verschiedenen Wachstumsphasen der Wirbelsäule sowie möglicher Therapieoptionen gegeben werden.

Unter den konservativen Therapieoptionen soll die Osteopathie als ein zusätzlicher Baustein der Gesamttherapie in Verbindung mit dem Funktionskettenmodell in Anlehnung der anatomy trains nach Myers dargestellt werden.


Dr. Beate Rothermel

  • Fachärztin für Anästhesie
  • Manuelle Medizin, ärztliche Osteopathie, Chirotherapie
  • Praxis für Ärztliche Osteopathie in Berlin

 

Dr. Stefan Wilke

  • Facharzt Orthopädie-Unfallchirurgie, Kinderorthopädie
  • Manuelle Medizin, ÄDO
  • Schwerpunkt konservative Skoliose Behandlung
  • Kinderorthopädiepraxis Berlin-Köpenick

Dr. Robby Sacher, Dortmund: Propriozeptive und nozireaktive Dysfunktionen im Kindesalter - ätiologische und pathogenetische Überlegungen

 

Die manualmedizinische Behandlung von reversiblen segmentalen Dysfunktionen bei Kindern hat sich im Laufe der letzten 25 Jahre in Deutschland flächendeckend etabliert. So verschieden wie die Behandlungsansätze sind auch die ätiologischen und pathogenetischen Konzepte. Zwar ergeben sich für bestimmte Symptomkonstellationen gemeinsame Behandlungsempfehlungen, von einem Konsens in Bezug auf Diagnosen oder Definitionen von Krankheitsbildern sind wir jedoch nach wie vor weit entfernt. Daher wird die Behandlung von Kindern mittels manueller Techniken in verschiedenen Kreisen der Kinderheilkunde weiterhin als individueller Heilversuch eingeordnet. Ein Diskussionsansatz und Gesprächsangebot …


  • Facharzt für Allgemeinmedizin
  • Manuelle Medizin
  • Gemeinschaftspraxis „Freistuhl 3“ Dortmund
  • Schwerpunkt manuelle Säuglings- und Kleinkindbehandlung

Dr. Robby Sacher, Dortmund: Die neurologische Befunderhebung beim Säugling unter Praxisbedingungen, W3/W11

 

Der Workshop ist für Kolleginnen und Kollegen mit direktem Bezug zur Entwicklungsdiagnostik bei Säuglingen konzipiert. Im Mittelpunkt steht die neurologische Routinediagnostik mit dem Erstellen einer (Verdachts-) Diagnose zur Identifikation von Kindern mit neurologischen Auffälligkeiten und der Abgrenzung von propriozeptiven muskuloskelettalen Koordinationsstörungen oder varianten Entwicklungsverläufen. Zentraler Schwerpunkt: vom Befund zur Diagnose.


  • Facharzt für Allgemeinmedizin
  • Manuelle Medizin
  • Gemeinschaftspraxis „Freistuhl 3“ Dortmund
  • Schwerpunkt manuelle Säuglings- und Kleinkindbehandlung

Dr. Dirk Schnabel, Berlin: Wachstumsstörungen im Kindes- und Jugendalter - von der Physiologie bis zur Pathologie: Blickdiagnostik

 

In der Praxis begegnen uns oft Fragen zur Größenentwicklung unserer kleinen und großen Patienten. Darüber hinaus sollten dysproportionale Wachstumsauffälligkeiten nicht übersehen werden. Doch was ist „normal“ und wo ergibt die Blickdiagnostik Hinweise für Pathologien? Der Vortrag gibt eine Orientierungshilfe für die klinische Routinediagnostik, differenziert eventuelle Pathologien und erleichtert die Selektion von Patienten, bei denen eine spezialisierte Diagnostik sinnvoll ist.


Dr. Friedemann Schulze, Erfurt: Krankengymnastik im Säuglings- und Kleinkindalter – wie viel Schreien darf man tolerieren?

 

Die zentrale Fragestellung für den ersten Vortragsblock wird kaum wissenschaftlich analysiert oder thematisiert. Die krankengymnastische Beübung von Säuglingen ist gelegentlich eine Gratwanderung zwischen Förderung der sensomotorischen Entwicklung einerseits und Vermeidung von Stresserfahrungen für Kinder und deren Bezugspersonen andererseits. Den Therapeuten kommt hier eine ganz besondere Verantwortung zu. Also, wie viel Schreien darf man tolerieren?

 

Inhaltsvorschau Referent:

Kindliches Schreien ist ein Vorgang, der im sozialen Umfeld sofort einen emotionalen Rapport erzeugt. Je enger der Bezug der erwachsenen Person zu dem Kind ist, umso stärker wird das Schreien als Appell verstanden, die Ursache des Schreiens zu erkennen und zu beseitigen, so dass dieses Unmuts- oder Alarmsignal entbehrlich wird.

In der Entwicklung tragfähiger Beziehungen gilt es aber auch, Erfahrungen im Umgang mit Enttäuschungen zu sammeln, damit die dadurch ausgelösten Ängste zunächst beherrscht und schließlich überwunden werden können. Voraussetzung dafür ist die Sicherheit, von der Bezugsperson trotz negativer emotionaler Konnotation vorbehaltlos angenommen zu sein.

Aus dieser Perspektive erscheint das kindliche Schreien zwar weiterhin als eine potentielle Belastung der interpersonalen Beziehung, die es nach Möglichkeit zu vermeiden gilt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob es immer und um jeden Preis sofort „abgestellt“ werden muss, um das Kind vor Stress zu bewahren und seine seelische Entwicklung nicht zu gefährden.

Schreien im Zusammenhang mit therapeutischen Maßnahmen, die vom Kind noch nicht sinnhaft interpretiert werden können, führen die ausübenden Bezugspersonen in eine ambivalente Situation, die zu deren nachhaltiger Verunsicherung führen kann, aus der Insuffizienz- und Schuldgefühle erwachsen.  Somit ist Schreien in diesem Kontext nicht passiv zu tolerieren. Es muss vielmehr als Bestandteil der aktiven Kommunikation im therapeutischen Prozess erkannt und in den positiven Beziehungsaufbau integriert werden.


  • FA für Kinder- und Jugendmedizin, Neuropädiatrie
  • em. Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums, HELIOS Klinikum Erfurt, Nordhäuser Str. 74, 99089 Erfurt

Dr. Holger Spittank, Münster: Kieferorthopädische Regulation und die Entwicklung von Haltungsauffälligkeiten im Kindesalter

 

Mehr als die Hälfte deutscher Kinder eines Jahrganges trägt eine Zahnspange. Üblicherweise wird die Behandlung vor Abschluss des Kieferwachstums begonnen. In den gleichen Zeitraum fallen Haltungsauffälligkeiten, Bewegungsstörungen und oder begleitende Symptome wie z. B. Kopfschmerzen, die zur Vorstellung beim Manualmediziner führen. Aus funktionell-orthopädischen und manualmedizinischen Gesichtspunkten macht es daher Sinn, sich mit dem Einfluss der Regulation des Gebisses auf den Bewegungsapparat zu beschäftigen und etwaige Zusammenhänge zu erkennen und/oder zu ergründen. Hierzu bedarf es einer engen Kommunikation zwischen Zahnarzt, Kieferorthopäde, Manualmediziner und dem Logopäden und einem das eigene Fachgebiet übergreifenden Verständnis – zum Wohle unserer gemeinsamen Patienten. Der Vortrag versucht, anhand klinischer Beispiele aus der täglichen Praxis, Interferenzen der Kau-Kiefergelenks-Region und der Haltungs- und Bewegungskontrolle aufzuzeigen.


  • Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Manuelle Medizin
  • Gemeinschaftspraxis „Freistuhl 3“ Dortmund
  • Schwerpunkt manuelle Säuglings- und Kleinkindbehandlung

Steffen Tepel, Freiburg: Neuroathletiktraining in der Praxis, mehr als nur ein Rehabilitations-Ansatz, W6

 

Auf vielfachen Wunsch wird das Seminar vom Vorjahr wiederholt. In Spitzensport-Kreisen gilt das Unternehmen Focus On Performance als Pionier. Cheftrainer Lars Lienhard ist unter anderem als Neuro-Athletic-Trainer mit der Fußball-Nationalmannschaft 2014 in Brasilien Weltmeister geworden. Wir erwarten ein sehr praxisorientiertes Seminar von Focus On Peformance, das Einblicke in das ‚Neuroathletiktraining‘ gibt. Vorgestellt werden erste Grundprinzipien des Neuro-Rehabilitationstrainings, die nicht nur Bedeutung für die Sportmedizin und Therapie haben, sondern auch für die Förderung von bewegungsunsicheren Kindern eingesetzt werden können. Es gibt viel zu lernen – nicht nur für Ärzte, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten. Weitere Informationen finden Sie auf www.focus-on-performance.de & www.neuro-athletic-training.com


  • Ganzheitliches, auf die individuellen und sportartspezifischen Gegebenheiten des Athleten/Sportlers ausgerichtetes Trainingskonzept
  • Training auf neurologischen Grundarten
  • Gründer Lars Lienhard und Martin Weddemann, beide Sportwissenschaftler

Petra Wilhelm, Dresden: Säuglinge richtig tragen und binden W5

 

Der Workshop richtet sich an alle, die beratend in der Säuglingspflege tätig sind. Wüssten Sie, wie man einen Säugling richtig bindet, trägt und ggf. in Hockstellung puckt? Die erfahrene Trageberaterin gibt praktische Tipps und erklärt Tricks, wie Tragen und Binden einfach an den Mann, meist aber an die Frau gebracht werden.

 

Inhaltsvorschau Referent:

Die Teilnehmer sollen einen Einblick in die Welt des gesunden Babytragens erhalten und Kriterien an die Hand bekommen, mit welchen sie in ihrem Arbeitsalltag, Bindeweisen und Tragehilfen grob einschätzen können. Evtl. kann dadurch eine Zusammenarbeit mit einer Trageberaterin vor Ort oder die Schulung des eigenen Personals als sinnvolle Variante erarbeitet werden.

Mit geschulterem Blick können somit Ärzte, Hebammen, verschiedenste Therapeuten und Fachkräfte, die mit Eltern und Babys/Kleinkindern arbeiten, den Eltern mit fundierten Anregungen weiterhelfen.


  • Leiterin und Ausbilderin der ClauWi®-Trageschule
  • Stillberaterin
  • Eltern-Kind-Fachkraft (AGEF)
  • Praxis: „Känguru-Stübchen“ in Dresden

Dr. Marc Wuttke, Dortmund: Funktionelle Anatomie der Kau-Kieferregion

 

Ist die Kau-Kieferregion nur ein Mittel zum Zweck? Sprechen und Lachen, Kauen und Essen – fertig? Oder steckt mehr dahinter? Warum rückt diese Region immer mehr in den Blickpunkt der Betrachtung? Kosmetik, Ästhetik und Funktionalität als eine Art Gratwanderung?  Was bedeutet das für die (Kiefer-)Orthopädie? Ist diese Region Teil des vegetativen Wahrnehmungssystems, gar ein Tor zur Psychosomatik? Stichwort „CMD“. Was verrät uns die Anatomie und wie sieht es im Praxisalltag aus? Der Versuch einer Bestandsaufnahme.


  • Facharzt für Hals- Nasen-Ohrenheilkunde
  • Manuelle Medizin
  • Gemeinschaftspraxis „Freistuhl 3“ Dortmund
  • Schwerpunkt manuelle Säuglings- und Kleinkindbehandlung

Dr. Marc Wuttke, Dortmund: Das lageunsichere Kind, W2/W8

 

Sie begegnen uns überall: in der Sprechstunde, in der Kita, auf dem Kindergeburtstag oder bei der Sportstunde in der Schule. Lageunsichere Kinder zeigen bestimmte Auffälligkeiten und haben sich in ihrem Verhalten angepasst. Sie sind gewitzt und pfiffig, oft um keine Ausrede verlegen und zeigen häufig andere spezielle Begabungen. Unsicherheiten und Stressfaktoren beeinflussen ihren Alltag und zwingen auch diese Kinder zu lernen. Was ist, wenn der Lernprozess weniger vom Dopamin-Stoffwechsel als mehr von Adrenalin und Kortison bestimmt wird?  Wie erkennen wir solche Kinder und wie kann man ihnen helfen? Was ist die Ursache? Welche Strategie sollte verwendet werden und wer muss zusammenarbeiten? Das Seminar richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die sich mit der Entwicklungsdiagnostik und Therapie bei Kindern beschäftigen.


  • Facharzt für Hals- Nasen-Ohrenheilkunde
  • Manuelle Medizin
  • Gemeinschaftspraxis „Freistuhl 3“ Dortmund
  • Schwerpunkt manuelle Säuglings- und Kleinkindbehandlung

Dr. Volker Zwingenberger, Marienberg: Manualmedizin bei Kindern – Schnupperkurs, W1

 

Der Workshop richtet sich an Ärzte und Physiotherapeuten und gibt einen Überblick über Indikationen, Kontraindikationen sowie die Vorgehensweise der Behandlung von Kindern mit manuellen Techniken. Ein Einsteigerkurs für Kolleginnen und Kollegen, die ihr diagnostisches Repertoire erweitern möchten.

 

Inhaltsvorschau Referent:

Das Seminar informiert über die Wurzeln und Behandlungsphilosophien von Manueller

Medizin, Osteopathie, Chirotherapie und Chiropraktik.

 

Es werden Indikationen, Kontraindiktionen, Differtialdiagnosen und Behandlungsequenzen dargestellt.

 

In diesem Zusammenhang wird auf die Diagnostik und Therapie von reversiblen peripheren

Koordinationsstörungen durch persistierende Haltungs-­‐ und Bewegungsasymmetrien in möglicher

Kombination mit vegetativen Dysregulationen und einer verzögerten sensomotorischen Entwicklung

eingegangen.

Diese Störungen sind unter den Synonymen KISS/KIDD-­‐Syndrom oder TAS/SMD-­‐ Syndrom bekannt.

 

In Folge werden manualmedizinisch orientierende Untersuchungen der sogennanten Schlüsselregionen

der oberen Halswirbelsäule und des Beckens präsentiert und praktisch durchgeführt.

 

Dadurch erlaubt es auch dem Nichtmanualtherapeuten Schlussfolgerungen auf eine eventuelle

Behandlungsnotwendigkeit einer vermuteten Tonusasymmetrieauffälligkeit zu schlussfolgern.

 

Das Seminar soll Klarheit über die Methodik und Gedankenwelt von Manueller Medizin und Osteopathie

geben und das Interesse an einer eigenen weiterführenden Ausbildung an diesen phantastischen

Untersuchungs-­ und Behandlungsmöglichkeiten wecken.


  • Facharzt für Orthopädie
  • Manuelle Medizin
  • Sportmedizin
  • Eigene Praxis in Marienberg/Erzgebirge
  • Lehrer der ÄMM