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Vorschau / Abstracts 2019

Referenten

Dr. Bärbel Alt, Berlin: Kopfgelenksmanipulation unter Kompression, W7

 

Vorgestellt wird ein neueres Konzept zur Manipulation im Kopfgelenksbereich mit Schwerpunkt der Erwachsenenbehandlung. Der Workshop ist für Therapeuten gedacht, die eine manualmedizinische und/oder osteopathische Ausbildung durchlaufen haben.

 

Inhaltsvorschau Referent:

Die Manipulation unter Kompression hat sich in den letzten 20 Jahren in Deutschland etabliert. Sie eignet sich besonders für die Kopfgelenke, speziell bei Säuglingen und Kindern. Im Workshop werden diese Manipulationen demonstriert und geübt. Indikationen und Kontraindikationen werden genannt. Diskutiert wird auch die Abgrenzung zu osteopathischen Behandlungsverfahren, die mit Kompression erfolgen.


  • Fachärztin für Physikalische u. Rehabilitationsmedizin
  • Brüggertherapeutin mit eigener Praxis in Berlin
  • Dozentin DGMM / ÄMM

Dr. Wibke Bein-Wierzbinski, Hamburg: Kieferdysfunktion bei Kindern mit KiSS und KiDD – Ursache einer entstehenden CMD?

 

Sind die Auffälligkeiten, die wir bei unseren KiSS-/KiDD-Kindern im Zusammenhang mit dem Kau-Kieferapparat sehen, schon Hinweise auf eine frühe CMD? Welche Hinweise oder Verdachtsmomente finden wir? Ist eine frühe Intervention sinnvoll und wenn ja, ab wann? Was sagt die Wissenschaft und wie sieht es im praktischen Alltag aus?

 

Inhaltsvorschau Referent:

Neuere Forschungsarbeiten, in denen die Haltung bei Heranwachsenden in Verbindung mit der Entstehung einer CMD untersucht wurde,  lassen keine eindeutige Aussage bezüglich anatomischer Faktoren (skelettal und okklusal) und der Entstehung einer CMD zu. Dazu unterscheiden sich die Untersuchungskriterien zu stark. Lediglich die nach vorn gerichtete Halswirbelsäule korreliert mit einer CMD-Problematik. Jedoch lassen sich bei  jungen Patienten mit myogen verursachten CMD-Beschwerden gleichzeitig eine deutlich erhöhte Aktivität der oberflächlichen Halsmuskulatur, eine Überaktivität des Sternocleidomastoideus  bei verringerter Aktivität der tief sitzenden Halsmuskulatur finden im Vergleich zu Kindern ohne CMD-Beschwerden.


  • Erziehungswissenschaftlerin
  • Begründerin der Entwicklungs- und Lerntherapeutin nach PäPKi®
  • Instrukteurin im Interdisziplinären Arbeitskreis Bewegungsstörungen IAB
  • Beiratsmitglied im CMD Dachverband e.V.
  • Pädagogische Praxis für Kindesentwicklung – PäPKi® in Hamburg

Dr. Hans Peter Bischoff, Isny im Allgäu: Workshop Diagnostik und Therapie von SIG-Blockierungen

 

Die Behandlung von SIG-Blockierungen unterscheidet sich – je nach Schule – in ihren Techniken und in ihrer Philosophie. In der Praxis gilt die Therapie von derartigen Funktionsstörungen als eine Herausforderung für den Therapeuten. Ein Blick über den Tellerrand der eigenen Schule und eine Inspiration für eine andere Herangehensweise, wir können viel voneinander lernen. Ein Workshop für manualmedizinisch geschulte Kolleginnen und Kollegen.

 

Inhaltsvorschau Referent:

Das SIG (Sakroiliakal-Gelenk) reagiert trotz seiner geringen Bewegungsausmaße auf hypomobile und hypermobile Störungen mit der Entstehung lokaler oder vor allem pseudoradikulärer Schmerzsyndrome. Es ist oft auch ursächlich oder sekundär an Verkettungssyndromen beteiligt,
Das sicherste Zeichen einer solchen Funktionsstörung ist das Vorliegen des in der Glutaealmuskulatur ( im Bereich des medialen Triggerpunktes des M. glutaeus medius ) zu findenden Irritationspunktes. Dieser gibt im Rahmen der vom Autor als erstem in die manuelle Medizin eingeführten Drei-Schritt-Diagnostik auch die Blockierungsrichtung an.
Therapeutisch kommen sowohl „gezielte“ als auch „ungezielte“ Mobilisations- und Manipulationstechniken zum Einsatz. Dabei bewähren sich von den „gezielten“ Techniken besonders die gleichzeitig an beiden Gelenkpartnern angreifenden Techniken.
Bei hypermobilen Störungen am SIG hat sich die Prolotherapie bewährt.
Die wesentlichen diagnostischen und therapeutischen Techniken werden demonstriert und ggf. geübt.


  • Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie
  • Kursleiter für Manuelle Medizin/Chirotherapie in Isny-Neutrauchburg
  • Leiter der Studentenkurse für Manuelle Medizin an der LMU München
  • Langjähriger Vorsitzender und Ausbildungsleiter des Dr.-Karl-Sell-Ärzteseminars
  • Ehrenmitglied BVOU, DGMM, MWE und ÖAMM

Dr. Hans Peter Bischoff, Isny im Allgäu: Workshop Manuelle Untersuchung und Behandlung der Kopfglenke

 

Die Kopfgelenke (letztlich der Bereich von C 0 bis C 3) sind nicht nur eine wichtige Schlüsselregion bes. für Hirndurchblutung, Muskeltonus und Stellungskontrolle sondern auch ein Ausgangspunkt für viele Verkettungen. In der Kinderbehandlung sind Schwerpunkte u.a. der Schulkopfschmerz und auch das TAS (Tonusasymmetriesyndrom), das wegen seiner häufigen Zusammenhänge mit den Kopfgelenken auch als KISS bezeichnet wird.
Erste Verkettungsstationen sind vor allem die obere BWS, die erste Rippe und der M. levator scapulae. Die Verbindung zur oberen BWS läuft nicht nur über Muskeln, sondern auch über das Ggl. cervicale superior mit seinen starken Verbindungen nach Th2 und Th3. Auch Verbindeungen zu den Kiefergelenken sind zu beachten.
Die manuelle Diagnostik erfolgt nach den Regeln der von Bischoff eingeführten 3-Schritt-Diagnostik Diese und die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten und ihre Risiken werden demonstriert und geübt.

 


  • Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie
  • Kursleiter für Manuelle Medizin/Chirotherapie in Isny-Neutrauchburg
  • Leiter der Studentenkurse für Manuelle Medizin an der LMU München
  • Langjähriger Vorsitzender und Ausbildungsleiter des Dr.-Karl-Sell-Ärzteseminars
  • Ehrenmitglied BVOU, DGMM, MWE und ÖAMM

Jan Dominiczak, Maulbronn: Schulschwierigkeiten im Alltag: Klippen und Fallstricke, W12

 

Das Lesen fällt schwer, Zeilen werden beim Schreiben nicht eingehalten, Buchstaben vertauscht, Diktate sind nur dann einigermaßen von Erfolg gekrönt, wenn man sie nicht mitzuschreiben brauchte! „Dabei strenge ich mich doch immer an. Aber die Buchstaben und Zahlen tanzen so komisch, ich kann sie gar nicht einfangen. Und zuhause krieg` ich von Mutti wieder Schimpfe, weil die Hausaufgaben wieder so lange dauern…!“ So oder so ähnlich hören sich die Kinder an oder wir haben sie selbst zuhause. Ein Lehrer berichtet aus seinem langjährigen Erfahrungsschatz, zeigt Fallbeispiele und erzählt von dem Moment, von dem an er die Kinder begann anders anzuschauen und zu verstehen. Aus Schriftproben und Mathematikheften lassen sich häufig schon Hinweise auf bestimmte Störungen ableiten. Humorvoll und gespickt mit Tipps und Tricks für den Alltag.


  • Seit mehr als 30 Jahren Lehrer an Grund-, Haupt- u. Realschulen
  • Recherchiert und untersucht die komplexen Zusammenhänge der Winkelfehlsichtigkeit bei Kindern

Tania Hayn, Karola Schwarz-Dennier, Berlin: Ein manualmedizinisches, sensomotorisches Konzept in der Klumpfußtherapie

 

 

Die Klumpfußtherapie unterliegt seit Jahrzehnten einem ständigen Wandel. Geprägt durch individuelle Erfahrungen der Therapeuten ergeben sich modifizierte Herangehensweisen und komplexe Therapieformen. Die sehr erfahrene Kollegin stellt ihr Konzept zur interdisziplinären Therapie des Klumpfußes vor und gibt einen Überblick über ihre Ergebnisse.

 

Inhaltsvorschau Referent:

In unserer Berliner Arbeitsgruppe werden seit 2012 Klumpfüße in einer Kombination beider Therapiemethoden, wobei der Schwerpunkt auf die Methode nach Bonnet-Dimeglio liegt, behandelt. Hierbei werden die Füße schon nach Geburt beginnend, mit speziellen manuellen Techniken nach Bonnet-Dimeglio mobilisiert/redressiert, zunächst gegipst, um dann im Verlauf auf die spezielle Tape-und Gipstechnik zu wechseln. Es wird komplett auf die klassische Schienenbehandlung der Ponseti-Methode, wobei beide Füße auf einer Schiene in Schuhen fixiert sind, verzichtet. Zur Rezidivprophylaxe werden spezielle Unterschenkelorthesen angefertigt. Dargestellt wird die Arbeit unseres Teams/Netzwerks, das die intensive Zusammenarbeit aus Arzt, Physiotherapeut und Orthopädietechniker beinhaltet. Die Behandlung fokussiert sich nicht nur auf die Korrektur der Fußfehlstellung sondern insbesondere auch auf die sensomotorische Entwicklung des Kindes insgesamt.

Die Behandlung nach Bonnet-Dimeglio zeigt in unserem Patientengut eine vergleichbare, wenn nicht sogar bessere Korrektur der Fußfehlstellung des Klumpfußes gegenüber Ponseti. Zudem besteht die deutlich reduziertere Indikation zur Tenotomie der Achillessehne, die aus einer verbesserten Korrektur des Rückfußes dieser Methode insgesamt resultiert.


Tania Hayn

  • Fachärztin für Kinderorthopädie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Chirotherapie
  • OÄ in der Abteilung für Kinderorthopädie und Traumatologie im Helios Klinikum Emil v. Behring in Berlin und
  • Praxis für Kinderorthopädie und ganzheitliche Orthopädie Berlin, Kurfürstendamm 69, 10707 Berlin
  • Schwerpunkt Fußfehlstellungen und Hüftdysplasie bei Säuglingen und Kleinkindern

 

Karola Schwarz-Dennier

  • Physiotherapeutin, Senior Bobath Lehrtherapeutin
  • Sensorische Integration ( SI ), Therapie Bonnet –Dimeglio, Craniosacrale Ostheopathie
  • Versorgung mit sensomotorischen Einlagen, Orthesensystemen und Hilfsmitteln
  • Schwerpunkte: Entwicklungsförderung von Frühgeborenen, Säuglingen und Kindern, Fussfehlstellungen
  • Praxis für Physiotherapie, Canovastr. 2, 12157 Berlin

Dr. Fritz Jansen, Neuried: Das schwierige Patientengespräch, W9

 

Schwierige Patientengespräche gehören zum Praxisalltag. Egal ob es sich um schwierige Patienten bzw. Eltern handelt oder wichtige vielleicht wenig angenehme Symptom- bzw. Konfliktkonstellationen behandelt. Doch wie sollte sich der Therapeut auf ein solches Gespräch vorbereiten? Was, wenn eine Beratung unplanmäßige Wendungen nimmt oder unvorbereitet gemeistert werden muss? Das Seminar gibt Hilfestellung und ist ein erster Schritt zur Vorbereitung.


  • Lehrtherapeut für Verhaltenstherapie
  • Entwickler des IntraActPlus-Konzeptes Jansen und Streit
  • Psychologischer Psychotherapeut

Dr. Uwe Kalinka, Potsdam: Kopfgelenksmanipulation beim älteren Menschen, W10

 

In der täglichen Praxis schildern unsere Patienten mit zunehmendem Alter immer häufiger Beschwerden der Halswirbelsäule mit verschiedenen assoziierten Begleitsymptomen. Deren Ursache projiziert sich nach gründlicher Anamnese und eingehender Untersuchung oft in die Kopfgelenkregion.

Wie gelangt man im Praxisalltag möglichst effizient und sicher zu einem therapeutischen Ansatz und setzt ihn entsprechend praktisch mobilisierend und/oder manipulierend um? Die technische Ausführung sowohl der Diagnostik als dann auch der Behandlung mit unseren Sinnen und Händen, ggf. nach vorgeschalteter bildgebender Diagnostik, soll dem Patienten jeden Alters gerecht werden. Die therapeutische Intervention am kraniozervikalen Übergang mit dem Ziel der Funktionsverbesserung am Beispiel der Manipulation wird erörtert und geübt. Der Workshop richtet sich an Kolleginnen und Kollegen mit Vorkenntnissen in Manueller Medizin.


  • Facharzt für Allgemeinmedizin
  • Manuelle Medizin, Sportmedizin, Diplom Ärztliche Osteopathie
  • Dozent für Manuelle Medizin (ÄMM)
  • Hausartzpraxis in Potsdam

Dr. Robby Sacher, Dortmund: Die neurologische Befunderhebung beim Säugling unter Praxisbedingungen, W3/W11

 

Der Workshop ist für Kolleginnen und Kollegen mit direktem Bezug zur Entwicklungsdiagnostik bei Säuglingen konzipiert. Im Mittelpunkt steht die neurologische Routinediagnostik mit dem Erstellen einer (Verdachts-) Diagnose zur Identifikation von Kindern mit neurologischen Auffälligkeiten und der Abgrenzung von propriozeptiven muskuloskelettalen Koordinationsstörungen oder varianten Entwicklungsverläufen. Zentraler Schwerpunkt: vom Befund zur Diagnose.


  • Facharzt für Allgemeinmedizin
  • Manuelle Medizin
  • Gemeinschaftspraxis „Freistuhl 3“ Dortmund
  • Schwerpunkt manuelle Säuglings- und Kleinkindbehandlung

Dr. Dirk Schnabel, Berlin: Wachstumsstörungen im Kindes- und Jugendalter - von der Physiologie bis zur Pathologie: Blickdiagnostik

 

In der Praxis begegnen uns oft Fragen zur Größenentwicklung unserer kleinen und großen Patienten. Darüber hinaus sollten dysproportionale Wachstumsauffälligkeiten nicht übersehen werden. Doch was ist „normal“ und wo ergibt die Blickdiagnostik Hinweise für Pathologien? Der Vortrag gibt eine Orientierungshilfe für die klinische Routinediagnostik, differenziert eventuelle Pathologien und erleichtert die Selektion von Patienten, bei denen eine spezialisierte Diagnostik sinnvoll ist.


Dr. Marc Wuttke, Dortmund: Das lageunsichere Kind, W2/W8

 

Sie begegnen uns überall: in der Sprechstunde, in der Kita, auf dem Kindergeburtstag oder bei der Sportstunde in der Schule. Lageunsichere Kinder zeigen bestimmte Auffälligkeiten und haben sich in ihrem Verhalten angepasst. Sie sind gewitzt und pfiffig, oft um keine Ausrede verlegen und zeigen häufig andere spezielle Begabungen. Unsicherheiten und Stressfaktoren beeinflussen ihren Alltag und zwingen auch diese Kinder zu lernen. Was ist, wenn der Lernprozess weniger vom Dopamin-Stoffwechsel als mehr von Adrenalin und Kortison bestimmt wird?  Wie erkennen wir solche Kinder und wie kann man ihnen helfen? Was ist die Ursache? Welche Strategie sollte verwendet werden und wer muss zusammenarbeiten? Das Seminar richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die sich mit der Entwicklungsdiagnostik und Therapie bei Kindern beschäftigen.


  • Facharzt für Hals- Nasen-Ohrenheilkunde
  • Manuelle Medizin
  • Gemeinschaftspraxis „Freistuhl 3“ Dortmund
  • Schwerpunkt manuelle Säuglings- und Kleinkindbehandlung